Las Vegas
39 Millionen Touristen versuchen jedes Jahr ihr Glück in der Spielerhochburg Las Vegas. Die größte Stadt im Bundesstaat Nevada – zwei Millionen Einwohner mit Umland und eine Fläche von 340 Quadratkilometern – gehört damit zu den wichtigsten Touristenzentren der USA. Dass sich Las Vegas von einer einsamen Bahnstation im Niemandsland zu einem Tag und Nacht pulsierenden Ort verwandeln würde, damit hätte Anfang des 20. Jahrhunderts niemand gerechnet. Als in den 30er Jahren der Hoover-Staudamm gebaut und das Glücksspiel in Nevada legalisiert wurde, waren dies die beiden Grundsteine, auf denen der rasante Aufstieg der Stadt basiert. Die ersten Hotels mit eigenem Kasino eröffneten bereits in den 1940er Jahren. Das Geld lockte die organisierte Kriminalität nach Las Vegas. Die Casinos dienten der Geldwäsche. Dieses Image haftet der Stadt heute noch an, wenngleich seit 1989 mit neuen Häusern und Attraktionen vieles unternommen wurde, um sich als familienfreundliches Reiseziel zu etablieren. Dabei scheuen die neuen Besitzer der Casinos keine Kosten und Mühen, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Das Venetian Resort Hotel beispielsweise verschlang 1,6 Milliarden Euro an Baukosten.
Gebaut wurden die Hotels im Wesentlichen am Strip und der Freemont Street. Hier schlägt das Herz der Stadt mit so bekannten Häusern wie dem Mirage, dem Bellagio und seiner Wassershow, dem pyramidenförmige Luxor oder Caesars Palace. Meist sind es Themenhotels und -casinos. Sie sind die eigentliche Attraktion der Stadt, insbesondere nachts, wenn die Häuser mit Millionen von Lampen um die Gunst der Touristen buhlen. Begrüßt werden sie übrigens schont seit 1959 mit dem Schild „Welcome to Fabulous Las Vegas“. Man kann in Las Vegas natürlich weit mehr unternehmen, als nur zu spielen. Es bieten sich unter anderem Ausflüge in die nähere Umgebung an.
- Hoover-Staudamm: 221 Meter ist die Bodengewichtsmauer lang. Der durch sie aufgestaute See hat eine Fläche von 69.000 Hektar und ist bis zu 180 Meter tief. Für den Bau wurden 2,6 Millionen Kubikmeter Beton verbraucht. Der Damm besteht aus einzelnen Betonblöcken, die auf eine Dicke von 201 Meter kommen. Die Turbinen schaffen eine elektrische Leistung von 2.000 MW.
- Death-Valley-Nationalpark: Das Death Valley trägt seinen Namen als Tal des Todes vor allem aufgrund der enorm hohen Temperaturen, die hier erreicht werden. Der höchste jemals gemessene Wert soll bei über 56 Grad Celsius gelegen haben. Das Tal mit bis zu 3368 Meter hohen Gipfeln, erstreckt sich über die Bundesstaaten Kalifornien und Nevada und ist seit 1994 Nationalpark.
- Rhyolite: Eine Stunde ist man von Las Vegas aus unterwegs um in die Geisterstadt Rhyolite zu kommen. Bis 1914 wurde hier nach Gold geschürft. Als die Vorkommen ausgebeutet waren, verödete die einst 10.000 Einwohner zählende Stadt.