Tunesien
Tunesien ist ein Land der Gegensätze. Im Norden blüht und grünt es samt Wäldern mediterraner Art. Je weiter man nach Süden kommt, desto deutlicher spürt man die Nähe zur Sahara und wird es karger, aber nicht uninteressanter. Auch die Wüste in Tunesien hat ihre Reize. Touristen können mit sachkundigen Führern dort weit mehr entdecken als einfach nur Sand und eine sengende Sonne. Die überwiegende Mehrheit der Urlauber verbringt ihren Urlaub allerdings lieber an einem der vielen Strände entlang der tunesischen Küste.
Das nördlichste Land Afrikas, das nur knapp 140 Kilometer von Sizilien entfernt liegt, hat in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um eine touristische Infrastruktur zu schaffen. Tolle Hotels, saubere Strände und ein umfassendes Angebot an Freizeitaktivitäten sind seit den 80er Jahren in der ehemaligen französischen Kolonie entstanden. Die Urlauber würdigen dieses Bemühen und haben dafür gesorgt, dass Tunesien inzwischen zu den Top 10 der Reiseziele gehört. Das liegt vielleicht mit daran, dass Tunesien einerseits auf modernen Tourismus baut, inklusive luxuriöser Golfplätze, andererseits ein Land ist, dessen 3000jährige Geschichte fasziniert. Historisch bekannt ist vor allem Karthago, das sich im ersten Jahrtausend vor Christus zu einem mächtigen Handelszentrum im Mittelmeerraum entwickelt hat und Geburtsort des bedeutendsten antiken Feldherrn ist: Hannibal Barkas. Viele Bauwerke und römische Mosaike erinnern heute noch an diese Zeit.
Wichtigste Reiseziele in Tunesien, das 9,9 Millionen Einwohner zählt und eine Fläche von 164.000 Quadratkilometern hat, sind neben der Hauptstadt Tunis vor allem die Orte an der Mittelmeerküste. Dazu gehören Nabeul, Monastir, Hammament und Sousse sowie die Insel Djerba. Ausflüge im Land kann man entweder selbst organisieren und mit einem Mietwagen starten. Oder man bucht einen Reiseleiter. Ruinen aus römischer und byzantinischer Zeit, Oasen wie Douzs und Nefta sowie die Salzwüste sind nur einige Möglichkeiten, die das Land zu bieten hat.