Bern

Berchthold V. von Zähringen gründete die Stadt 1191. Den Namen Bern wählte er einer Sage nach, weil er kurz zuvor Glück bei der Jagd hatte und einen Bären erlegen konnte. Die Stadtplanung erfolgt mit Blick auf die Sicherheit der Bürger. Als Vorteil erwies sich dabei die natürliche Landzuge, die durch eine Schlaufe der Aare entstanden war. So war die Stadt Bern über drei Seiten durch den Fluss geschützt. Wehrturm und Mauer sorgten auf der vierten Seite dafür, dass die heutige Altstadt abgeriegelt war. Heute erstreckt sich Bern kilometerweit um diese Landzuge, nimmt eine Fläche von 51 Quadratkilometern ein und zählt 128.000 Einwohner. Von der Altstadt in ihrer ursprünglichen Form ist aufgrund eines Feuers im Jahr 1405 nichts erhalten geblieben. Sie wurde nach dem Brand im Renaissancestil neu errichtet und steht als herausragendes Beispiel für mittelalterlichen Städtebau seit 1983 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Umgeben ist Bern vor allem von größeren Waldgebieten und Hügeln. Sie beheimatet eine Universität, eine Fachhochschule sowie eine Pädagogische Hochschule, ist bekannt für die Swiss Jazz School und bietet Touristen gleich mehrere Museen unter anderem zur Postgeschichte. Urlauber, die im Juli einen Abstecher nach Bern machen, können an einem der größten Festivals der Schweiz teilnehmen, dem Gurtenfestival mit internationalen Stars aus der Musikszene. Ebenso ausgelassen feiert man am vierten Montag im November. Dann steht der Zibelemärit auf dem Programm, der traditionelle Zwiebelmarkt. Doch auch außerhalb der Stadt- und Volksfest hat Bern viel zu bieten. Dazu tragen vor allem die Sehenswürdigkeiten bei.

  • Berner Brunnen: In der Altstadt von Bern stehen gleich mehrere Brunnen, die vor allem für ihre Figuren bekannt sind. Dazu gehören der achteckige Simsonbrunnen aus dem 16. Jahrhundert, der vermutlich von den Metzgern der Stadt gestiftet wurde, der Mosesbrunnen, der Moses mit den beiden Steintafeln und den zehn Geboten zeigt, und der Kindlifresserbrunnen mit einem kinderverschlingenden Oger.
  • Zytgloggeturm: Der Zeitglockenturm diente einst als Stadttor, später als Frauengefängnis und gehört heute zu den Attraktionen in Bern. Der Turm verfügt über ein Glockenspiel und eine astronomische Uhr. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert. Für dringende Bedürfnisse gibt es direkt am Turm sogar ein öffentliches Pissoir.