Steiermark

Die Steiermark ist mit einer Fläche von 16.391 Quadratkilometern das zweitgrößte Bundesland und bezeichnet sich selbst als „grünes Herz“ Österreichs bzw. als „grüne Mark“. Für Touristen lässt sich daraus vor allem ein naturverbundener Urlaub ableiten, der ganz im Zeichen von Erholung, Gesundheit und sportlicher Aktivität steht. Dazu tragen vor allem die gute Luft, das klare Wasser und die Landschaft mit über 3500 Almen, sieben Naturparks, dem Nationalpark und hunderten von Bergen bei. Hier kann im Sommer nach Herzenslust gewandert und geradelt werden. Sobald sich die ersten Schneeflocken zeigen, verwandelt sich die Steiermark in ein echtes Paradies für Wintersportler. Wellness steht das ganze Jahr über auf dem Programm. Und dank der vielen Thermen wird die Urlaubsregion der Auszeichnung „Wellnesszentrum Nummer eins“ durchaus gerecht.

Für kulinarische Höhepunkte während des Steiermark Urlaubs sorgt unter anderem das Kürbiskernöl, für das die Region weit über ihre Grenzen bekannt ist. Mit dem grünen Gold lassen sich viele Speisen verfeinern. Es wird im Westen des Bundeslandes gewonnen. Im Osten gedeihen Apfelbäume und im Süden sorgt die sonnige Lage dafür, dass hervorragende Weine gekeltert werden. Serviert werden die edlen Tropfen und die lokalen Spezialitäten, zu denen auch derbe Hausmannskost gehört, in den vielen Restaurants und kleinen Gasthöfen, die sich dem Maßstab „Kulinarium Steiermark“ verschrieben haben, hinter dem Lebensart und Begeisterung stehen. Derart gestärkt kann man sich auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten machen.

  • Graz: Die Landeshauptstadt der Steiermark, deren Altstadt seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, ist vor allem als Universitätsstadt bekannt. Sie beheimatet eine der bekanntesten barocken Schlossanlagen der Region, das Schloss Eggenberg mit seiner weitläufigen Gartenanlage und dem Landesmuseum Joanneum. Knapp eine Millionen Besuchern kommen alleine wegen des Parks. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Grazer Dom, die größte Kirche der Stadt, die Herz-Jesu Kirche, das Mausoleum, der Uhrturm als Wahrzeichen von Graz sowie das Kunsthaus und das Landeszeughaus.
  • Mariazell: Der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs ist berühmt für seine Basilika, die im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurde. In ihrem 90 Meter hohen Turm hängt die größte Glocke der Steiermark. Sie wiegt über 5700 Kilogramm. In der Gnadenkapelle befindet sich das spätromanische Gnadenbild „Magna Mater Austriae“. Die Skulptur ist 48 Zentimeter groß und wurde aus Lindenholz geschnitzt. Einen ersten Marienaltar gab es in dem Ort bereits im Jahr 1266.
  • Bundesgestüt Piber: Da Reiten zu den möglichen Freizeitbeschäftigungen in der Steiermark gehört und viele Urlauber die Angebote rund um den Reittourismus schätzen, sollte ein Besuch im Bundesgestüt Piber nicht fehlen. Hier werden die Lipizzaner gezüchtet, die in der Spanischen Hofreitschule von Wien zu bewundern sind. Der Pferdezucht widmet man sich hier bereits seit 1798.
  • Stift Admont: Die Benediktinerabtei St. Blasius zu Admont geht auf den Erzbischof Gebhard von Salzburg zurück. Er gründet 1074 das Kloster, das heute das älteste in der Steiermark ist. Es beherbergt seit 1776 eine Stiftsbibliothek, die einst als achtes Weltwunder bezeichnet wurde. Der 70 Meter lange Raum wurde von Bartholomeo Altomonte mit Deckenfresken ausgestattet.