Montreal

Im Großraum Montreal leben rund vier Millionen Menschen, in der Stadt selbst sind über 1,6 Millionen Einwohner. Montreal gehört zur Provinz Québec und zeichnet sich durch sehr kalte Winter bis minus 30 Grad Celsius mit viel Schnee aus. Im Sommer herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit mit Temperaturen um die 30 Grad. „Indian Summer“ nennt sich das Phänomen im Herbst, wenn die Tage angenehm warm, die Nächte dafür aber frostig kalt sind. Gegründet wurde die Stadt 1642 aus strategischen Gründen. Die französische Krone wollte einen zusätzlichen Knotenpunkt für den Handel mit Pelzen und einen Ausgangspunkt für die weitere Erforschung des Landes. Anfangs hieß die Siedlung noch Ville-Marie. Der 233 Meter hohe Mont Real diente später als Namensgeber für Montreal.

Mit der Industrialisierung begann der Aufstieg der Stadt als Nordamerikas zweitgrößter Umschlagplatz, der sich auch während de Weltwirtschaftskrise behaupten konnte. 1976 war die Metropole Austragungsort der olympischen Sommerspiele. Urlauber schätzen an Montreal einerseits das ausgeprägte Nachtleben mit vielen Clubs und Bars, andererseits die Kultur mit Oper und Theater sowie dem Montreal Museum of Fine Arts, das zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Das gilt auch für die Altstadt, die an die Anfänge Montreals erinnert.

  • Notre-Dame de Montreal: Basilica minor darf sich die in der Altstadt von Montreal gelegene Kirche seit 1982 nennen. Verliehen wurde der Titel von Papst Johannes Paul II. Baubeginn war 1824. Die Pläne hatte James O´Donnel erarbeitet. Bis zur Fertigstellung der seinerzeit größten Kirche auf dem Kontinent dauert es rund 20 Jahre.
  • Olympiastadion: 1,4 Milliarden kanadische Dollar hat der Bau des Olympiastadions für die Sommerspiele 1976 in Montreal gekostet. Geprägt wird das futuristisch wirkende Stadion im Olympiapark durch den 175 Meter hohen Turm, der in einem 45-Grad-Winkel über der Arena hängt. Auf dem Turm, der nachts beleuchtet wird und weithin zu sehen ist, gibt es eine Aussichtsplattform. Mit auf dem Gelände befindet sich der Biodôme. Während der Spiele wurde er für die Radrennen genutzt. Seit 1992 ist er ein Umweltmuseum, in dem vier verschiedene Ökosysteme präsentiert werden.