Rom

Nur wenige Metropolen Europas können eine ähnlich facettenreiche Geschichte vorweise wie Rom, das auch als Stadt der sieben Hügel oder ewige Stadt bezeichnet wird. Gegründet wurde die heutige Hauptstadt Italiens einer Sage nach am 21. April 753 vor Christus von Romulus, der gemeinsam mit seinem Bruder von einer Wölfin gesäugt und von Hirten aufgezogen worden sein soll. Bekannt ist, dass schon 1000 vor Christus erste Siedlungen vorhanden waren. Die Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte sehr schnell zur Millionenstadt und zum politischen Zentrum des Landes entwickelt. Heute leben rund 2,7 Millionen Einwohner in Rom, das sich über eine Fläche von über 1200 Quadratkilometern erstreckt und eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten beheimatet.

  • Kolosseum: Das Amphitheater, in dem schon damals 60.000 Menschen Platz hatten, stammt aus der Zeit um 80 nach Christus und galt als größter geschlossener Bau der Antike. Gewertet wird es als Zeichen für die hohe Baukunst und als logistisches Meisterwerk. Heute gehört das Kolosseum, das rund 400 Jahre lang unter anderem für Gladiatorenkämpfe genutzt wurde, zu den Wahrzeichen Roms. Seit 1999 ist es auch ein Monument gegen die Todesstrafe.
  • Trevi Brunnen: Der Fontana di Trevi gehört zu den berühmtesten Brunnen der Welt. Erbaut wurde der 26 Meter hohe Trevi Brunnen in der Zeit von 1732 bis 1762. Er gilt in gewisser Weise als Glücksbrunnen, wenn man Münzen mit der rechten Hand über die rechte Schulter in das Wasser wirft. Bei zwei Münzen heißt es, verliebe man sich in einen Römer oder eine Römerin. Jahr für Jahr landen rund 200.000 Euro in dem Brunnen, die von der Denkmalbehörde aus dem Wasser gefischt werden.
  • Pantheon: Einst den Hauptgöttern geweiht, dient das aus der Zeit um 125 nach Christus stammende Pantheon seit 609 als römisch-katholische Kirche. Das auffälligste Merkmal ist die Kuppel, die über einen Zeitraum von 1600 Jahren als größte der Welt galt. Der Rundbau als Hauptgebäude hat einen Innendurchmesser von 43 Metern.
  • Forum Romanum: Das Forum Romanum war einst das Zentrum des Lebens in Rom. Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion spielten sich hier ab. Dementsprechend wertvoll sind die Überreste für Historiker. Sie unterscheiden zwischen Gebäuden, die als Tempel dienten – wie der Tempel des Saturn – und solchen, die politischen Zwecke genutzt oder als Wirtschaftsgebäude verwendet wurden.
  • Engelsburg: Geplant war die Engelsburg als Mausoleum für Kaiser Hadrian und seine Nachfolger. Die Päpste in Rom bauten das Castel Sant’ Angelo im zehnten Jahrhundert zu einer Burg um, die ihnen als Zufluchtsort diente und während der Inquisition auch als Gefängnis genutzt wurde. Heute ist die Engelsburg zumindest teilweise ein Museum, das vor allem durch die Fresken und seine Architektur von sich reden macht.

Angesichts der allgegenwärtigen Geschichte, darf man nicht übersehen, dass Rom auch eine moderne Stadt ist, die mit Opernhäusern, Theatern und Konzertsälen aufwartet. Ebenfalls nicht fehlen darf bei einer Städtereise nach Rom ein Besuch des Vatikans samt Petersdom. Für Touristen optimal: Rom verfügt gleich über zwei internationale Flughäfen und ein hervorragend ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, damit man sich nicht selbst in das Verkehrschaos der Hauptstadt stürzen muss.