Kreta

Mit rund 8.300 Quadratkilometern ist Kreta die größte griechische Insel. Die ersten Siedler können für das Jahr 6.000 vor Christus nachgewiesen werden. Zu dieser Zeit entstand eine der ersten Hochkulturen in Europa, die minoische Kultur. Griechische Einflüsse kamen erst um 1.100 vor Christus nach Kreta. Damals noch in über 100 Stadtstaaten zersplittert, gliedert sich die Insel heute in vier Präfekturen mit insgesamt 68 Gemeinden. Hauptstadt ist Iraklio. Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist neben dem Fremdenverkehr die Landwirtschaft, die von Obst, Wein, der hauptsächlich zu Rosinen verarbeitet wird, und Oliven geprägt ist. Die Bedeutung, die der Tourismus für Kreta hat, lässt sich schon an der Zahl der Flughäfen ablesen. Insegsamt gibt es drei – in Iraklio, Chania und Sitia. Hinzu kommt eine Vielzahl von Fährverbindungen unter anderem Richtung Athen, Thessaloniki und Rhodos.

Verlassen kann man sich bei einem Kreta Urlaub auf zweierlei: Sehr viel Sonne und reichlich Kultur. Auf der Insel scheint im Schnitt an 300 Tagen die Sonne. Damit erreicht Kreta Werte wie Zypern und gilt als eine der sonnigsten Inseln des Mittelmeers. Damit gehen sehr heißt Sommer einher, mit Temperaturen von rund 30 Grad Celsius im Sommer. In den Wintermonaten erreicht das Thermometer Werte von 12 bis 14 Grad. Das Wasser hat angenehme 15 bis 25 Grad Celsius. Dabei ist es an der südöstlichen Küste meist noch etwas wärmer als im touristisch besser erschlossenen Norden der Insel.

Um Kreta während des Urlaubs in Ruhe erkunden zu können, wird dazu geraten, einen Mietwagen zu nehmen. Die meisten Straßen befinden sich in einem guten Zustand, auf den etwas schlechter ausgebauten Strecken sollte man besser den Fuß vom Gaspedal nehmen. Denn Schlaglöcher und auch Schafherden gehören auf Kreta zum Alltag. Möchte man nur bestimmte Regionen oder Landstriche besser kennenlernen, ist Wandern die beste Möglichkeit. Es gibt sehr viele Wanderwege, darunter auch einen Fernwanderweg. Ob man nun zu Fuß oder motorisiert auf Tour geht, an Sehenswürdigkeiten mangelt es auf der Insel nicht. In erster Linie sind es archäologische Stätten. Doch auch die Naturschauplätze wie Hochebenen, Schluchten und Buchten lohnen einen Besuch.

  • Samaria-Schlucht: Sie wird als touristischer Höhepunkt von Kreta bezeichnet und ist mit einer Länge von 13 Kilometern eine der längsten Schluchten Europas. Für die Wanderung, die kostenpflichtig ist, sollte man sich ausreichend Verpflegung mitnehmen und überlegen, einen Helm zu tragen, da es immer wieder zu Steinschlag kommen kann. Der Weg zwischen den 600 Meter hohen Felswänden ist gesäumt von sehr vielen Bäumen. An der engsten Stelle sind es gerade einmal drei bis vier Meter.
  • Anemóspilia: Anemóspilia ist eines der minoischen Heiligtümer auf Kreta. Damals wurden hier Menschenopfer dargebracht, unter anderem, um die Götter zu beruhigen. Zerstört wurde die Anlage 1.700 vor Christus durch ein Erdbeben. Entdeckt wurden vier Skelette von Priestern, einem Menschenopfer und Tempeldienern.
  • Kloster Arkadi: Das Kloster ist das Nationaldenkmal der Insel, weil es für den Kampf der Kreter um die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich in der Zeit von 1830 bis 1866 an steht. Errichtet wurde das Kloster Arkadi im fünften Jahrhundert. Heute erinnert eine Steinplatte an die erbitterten Kämpfe: „Diese Flamme, die in dieser Krypta entfacht wurde und das ruhmreiche Kreta von einem Ende zum anderen erleuchtete, war eine Flamme Gottes, in der die Kreter für die Freiheit verbrannten.“