Straßburg

Straßburg liegt im Nordosten Frankreichs in der Region Elsass, dessen historische Hauptstadt es einmal war. Die Stadt bezeichnet sich aufgrund des Europarates, des Europarlamente und des Europäischen Gerichtshofes, die unter anderem in Straßburg ansässig sind, selbst als „Hauptstadt Europas“. Sie kann auf eine über 2000jährige Geschichte zurückblicken. Gegründet wurde Straßburg, das sich heute in 14 Stadtteile gliedert, im Jahr 12 vor Christus durch den römischen Kaiser Augustus. Im Mittelalter war die Stadt an der Ille freie Reichsstadt. Aus dieser Zeit stammen sehr viele der noch heute gut erhaltenen Gebäude. Die UNESCO hat die Altstadt 1988 zum Weltkulturerbe erklärt. Dominiert wird die Altstadt vom Straßburger Münster am Münsterplatz, der von vier- bis füngeschossigen Fachwerkhäusern umrahmt wird. Ebenfalls von Fachwerk geprägt ist das Gerberviertel. Aus der Zeit des deutschen Kaiserreichs stammen die Kunsthochschule, der Bahnhof und die Universität von Straßburg. Die architektonische Vielfalt macht die Stadt touristisch so interessant. Wer möchte, kann sie mit dem Rad erkunden. In den vergangenen Jahren wurde sehr viel in das Radwegenetz investiert. In der Stadt leben 272.000 Menschen auf einer Fläche von 78 Quadratkilometern.

  • Straßburger Münster: Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist die Liebfrauenkirche, das Straßburger Münster. Das Gotteshaus mit einer Außenlänge von 110 Metern, einen Innenlänge von 103 Metern, einem 32 Meter hohen Mittelschiff und einer Fassade von 66 Metern Höhe wurde in der Zeit 1176 bis 1439 erbaut. Das Münster besteht aus rosa Vogelsandstein und fällt durch den fehlenden Südturm und damit seiner asymetrischen Form auf. Es handelt sich um den größten Sandsteinbau der Welt. Gleichzeitig gilt das Straßburger Münster als eine der bedeutsamsten Kathedralen der Architekturgeschichte. Es befindet sich am Münsterplatz, der in seiner Form einer der schönste Plätze Europas ist.
  • Kammerzellhaus: Das Kammerzellhaus sticht selbst im historischen Straßburg ein wenig hervor. Das Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1427. Ein Umbau folgte 1467. Das charakteristische Aussehen erhielt das Bauwerk am Münsterplatz, in dem heute ein Restaurant untergebracht ist, durch die Holzschnitzereien, die 1589 erfolgten. Es ist noch in seiner Originalsubstanz erhalten und zählt zu den schönsten Häusern seiner Art.