Berlin

National wie international gehört Berlin zu den wichtigsten Zielen im Städtetourismus. Die Übernachtungszahlen steigen von Jahr zu Jahr und liegen im Moment bei rund 17 Millionen. Im Jahr 2010 erwartet man bis zu 20 Millionen Übernachtungen in der Bundeshauptstadt. Ein Teil der Besucher kommt aufgrund der Kongresse und Messen wie der Internationalen Funkausstellung. Viele besuchen die Metropole allerdings wegen ihrer kulturellen Vielfalt, den Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt auch wegen des abwechslungsreichen Nachtlebens. Dabei sind allerdings nicht alle der zwölf Bezirke und 95 Ortsteile gleichermaßen interessant. Die meisten Touristen konzentrieren sich auf die Innenstadt mit den Bezirken Prenzlauer Berg, Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzburg. Hier spielt das Leben, gibt es die meisten Lokale, Clubs und Sehenswürdigkeiten. Ein wenig vom Boom der Stadt profitieren auch Köpenick und Spandau. Für eine Tour kann man den eigenen Wagen getrost stehen lassen. Das Nahverkehrssystem der Metropole ist sehr gut ausgebaut, das gilt für die Bahn, die S-Bahn und die Busse.

Der Aufstieg Berlins zur Großstadt mit heute 3,4 Millionen Einwohnern in der Stadt, mit Umland sind über 4,4 Millionen, begann erst relativ spät. Kurfürst Friedrich Wilhelm sorgte nach dem 30jährigen Krieg, der die Bevölkerung stark dezimiert hatte, dafür, dass Hugenotten sich bei Berlin niederließen. Binnen 60 Jahren stieg die Zahl der Einwohner von 6.000 auf 57.000. Diese Entwicklung hielt stetig an und schon 1875 wurde die Millionenmarke überschritten. Politisch spielte Berlin schon immer eine herausragende Rolle. Das zeigt sich unter anderem an dem Beschluss aus dem Jahr 1991, Berlin zur Bundeshauptstadt zu ernennen und zum Sitz der Bundesregierung zu machen. Das macht das Reichstagsgebäude auch zu einer der meistbesuchten Attraktionen der Stadt.

  • Reichstag: Erbaut wurde der Reichstag in der Zeit von 1884 bis 1894. In den 60er Jahren sowie von 1991 bis 1999 erfolgte eine Modernisierung. Von Norman Foster stammt dabei der Entwurf von der gläsernen Kuppel. Sie ist begehbar und ein wahrere Publikumsmagnet. Inspiriert hat der Reichstag auch den Künstler Christo, der das Gebäude 1994 komplett verhüllte.
  • Brandenburger Tor: Genau am Brandenburger Tor verlief einst die Grenze zwischen Ost- und Westberlin und galt lange Zeit als Symbol des kalten Krieges. Erbaut wurde das Wahrzeichen der Stadt in den Jahren 1788 bis 1791. Das Tor ist 26 Meter hoch, 65 Meter breit und elf Meter tief, hat sechs 15 Meter hohe Säulen und wurde nach einem antiken Vorbild geschaffen. Auf dem Tor thront die Quadriga.
  • Funkturm: Neben der Siegessäule und dem Brandenburger Tor hat auch der anlässlich der Internationalen Funkausstellung 1926 errichtete Funkturm die Rolle als Wahrzeichen der Bundeshauptstadt übernommen. Der Turm ragt 1467 Meter in die Höhe und verfügt über mehrere Aussichtsplattformen. Die höchste liegt auf 124 Metern. Es handelt sich bei dem Bauwerk um eine Stahlfachwerkkonstruktion wie beim Pariser Eiffelturm.