Australien

Australien ist Land und Kontinent zugleich. Auf den 7,7 Millionen Quadratkilometern leben gerade einmal 20,5 Millionen Menschen Insbesondere das Outback, das Hinterland Australiens, ist nur relativ dünn besiedelt. Die großen Städte, in denen über 92 Prozent der Bevölkerung ansässig sind, konzentrieren sich hauptsächlich auf den Südosten des Kontinents. Entdeckt wurde er – heißt es – schon im 13. Jahrhundert von Marco Polo. Doch erst ab dem 16. Jahrhundert erkunden erste Seefahrer aus den Niederlanden, Portugal, Spanien und Frankreich die Insel. Die Kolonisation Australiens leitete der englische Kapitän James Cock ein. Er nahm New South Wales für die britische Krone in Besitz. Sein Auftrag lautete „Terra Australis“ zu finden. Genutzt wurde das Land als Strafkolonie. 1788 kamen die ersten elf Schiffe an und brachten Verurteilte und Siedler nach Australien, die in Sydney heimisch wurden. Weitere Kolonien entstanden unter anderem am Brisbane River und in Queensland. Heute ist Australien in zwei Territorien und sechs Bundesstaaten gegliedert. Hauptstadt des Landes ist Canberra.

Der Tourismus in „Down Under“ nahm erst spät Fahrt auf. Die 70er Jahre lösten die ersten Reisewellen Richtung Australien aus. Inzwischen kommen jährlich über vier Millionen Urlauber in das Land der Kängurus und Koala-Bären. Sie sind nur zwei von vielen Tieren, die typisch für Australien sind. Des Weiteren gehören der Tasmanische Teufel, der Wombat, die Beutelmaus und das Schnabeltier zur außergewöhnlichen Fauna des Landes. Auch im Bereich der Flora ist Australien einzigartig. 85 Prozent der 20.000 Pflanzenarten, die hier gedeihen, finden sich ausschließlich auf der Insel. Dabei sind die Akazien-Bäume typisch für die Landschaft. Sie ist so abwechslungsreich wie sonst nur auf Neuseeland und umfasst von der Wüste bis zum Regenwald beinahe alle Facetten. Kein Wunder also, dass vor allem die Natur im Fokus eines Australien Urlaubs steht. Drei der beliebtesten Ziele sind:

  • Great Barrier Reef: Das Riff befindet sich vor der Ostküste von Queensland und gehört zu den sieben Weltwundern der Natur. Dabei handelt es sich um das größte Korallenriff der Erde, das seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Inzwischen hat es eine Länge von 2.300 Kilometern erreicht und besteht aus rund 2900 Einzelriffen und 1000 Inseln. Um zumindest einen Teil des Riffs bewundern zu können, sollte man in Cairns oder Airlie Beach an einer der Touren teilnehmen, die mit dem Boot oder auch einem Hubschrauber starten. Selbst Segelausflüge über mehrere Tage und Wochen sind möglich. Immerhin umfasst das Riff eine Fläche von über 347.000 Quadratkilometern.
  • Uluru: Den Namen Uluru mag man bislang weniger gehört haben. Dahinter verbirgt sich der Ayers Rock, jener berühmte Inselberg Australiens, der im Sonnenuntergang in einem leuchtenden Rot-Orange erstrahlt und schon von weitem zu sehen ist. Der Umfang des Berges beträgt rund zehn Kilometer, er ist drei Kilometer lang und zwei Kilometer breit. Er befindet sich um Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark und gehört zum Weltnatur- und Weltkulturerbe der UNESCO. Entstanden ist der Ayers Rock vor über 800 Millionen Jahren. Ein Aufstieg ist möglich, allerdings nur auf den gekennzeichneten Strecken.
  • Kakadu Nationalpark: Der 1981 eingerichtete Nationalpark hat eine Fläche von 19.000 Quadratkilometern und befindet sich im Northern Territory. Hochplateaus, Wälder und Feuchtgebiete machen den Park zu etwas ganz Besonderem. Das gilt auch für die Sammlung an Felsmalereien, die auf die Ureinwohner und ihre enge Verbindung zu der Kulturlandschaft hinweisen.